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GRK 2901 "Systemische und lokale Reaktionen Unverträglichkeiten gegenüber Biomaterialien für Gelenk- und Hautläsionen – SYLOBIO"

Das zentrale Forschungsthema im GRK SYLOBIO befasst sich mit der Verträglichkeit von Biomaterialien und Implantaten. Diese dienen dem temporären oder dauerhaften Ersatz von Gewebestrukturen, bei denen irreversible Schädigungen oder Funktionseinschränkungen vorliegen. Biomaterialien werden in der Orthopädischen Chirurgie z.B. für den künstlichen Gelenkersatz, und in der Dermatologie als Wundauflagen zur Behandlung chronischer Wunden eingesetzt. Sowohl der Einheilungsprozess von Biomaterialien im Knochen als auch die Wundheilung sind durch Entzündungs-, Proliferations- und Umbauphasen gekennzeichnet, die sich durch zelltypspezifische intra- und extrazelluläre Signalwege auszeichnen. Idealerweise sollten nach dem Einbringen des Biomaterials die Reaktionen selbstlimitierend sein. Andernfalls deutet dies auf eine Biomaterialunverträglichkeit hin, welche in eine chronischen Fremdkörperreaktion münden kann. Zusätzlich können Degradationsprodukte aus den Biomaterialien die Fremdkörperreaktionen weiter verstärken.

Das GRK SYLOBIO untersucht, ob die systemische Reaktion auf Biomaterialien entweder durch biologische Faktoren aus der Implantatumgebung getriggert wird oder ob die systemische Exposition mit Degradationsprodukten zur Entzündung in implantatfernen Organen/Geweben führt.